Sunday, September 27, 2009

GeoExtreme - Geländearbeit

Wir nutzten ein paar regenlosen Tage, um ganz kurzfristig noch einmal auf Geländearbeit zu fahren und ein paar Proben an Stellen zu nehmen, wo man nur hin kommt wenn es relativ trocken ist (aufgrund der Steilheit). Wider Erwarten haben wir auch alle geplanten Stellen erreicht, aber etwas Abenteuer und Nervenkitzel war es schon ;-)

Wackeliger Landplatz ... nagut, sind nicht wirklich gelandet, nur rausgesprungen.

Und weit abwärts ging es überall. Natürlich folgten die Proben, sobald wir sie ab hatten, auch immer schön der Gravitation ... dies war allerdings nicht Sinn und Zweck unserer Arbeit hier. Die Proben sollten eigentlich in Tütchen, um dann in Kanada mittels kosmogener Nuklide datiert zu werden.

Ganz ordentlich die Sicherheitsregeln eingehalten!

Prüfender Blick nach oben:
... und nach unten:

Sunday, December 02, 2007

Workshop in Lausanne, Schweiz

Die letzte November Woche war ich in Lausanne bei einem Kurs und zum Sonne tanken! Nachdem sich in Norwegen die Sonne wirklich wochenlang nicht blicken lies, hatte ich in der Schweiz eine ganze Woche komplett Sonne! Dies nützt einem allerdings nicht so viel, wenn man den ganzen Tag in Vorlesungssälen verbringt.

Trotzdem hat es sich gelohnt, ich habe sehr viel gelernt, viele interessante Gespräche gehabt und neue Leute kennengelernt.

Der Kurs ging nur bis Freitag, ich bin aber erst Samstag abend zurück geflogen. So sind wir am Samstag nach Montreux gefahren und haben uns den Weihnachtsmarkt dort und eine hübsche Burg angesehen.

Thursday, November 15, 2007

Und doch noch einmal ins Gelände ...

Nach dem uns die Nachricht erreichte, dass im Romsdalen ein Stückchen Hang abgerutscht ist, ging es nun doch noch einmal ins Gelände. Wir wollten noch bevor der Schnee kommt, die Ausmaße des Hangrutsches aufnehmen. Durch Zufall hatte jemand von dem Hangrutsch Bilder gemacht und sogar ein Video existiert.
Eigentlich hatten wir nur Zeit uns den untersten Teil anzusehen, was nur ein winziger Teil des eigentlichen Hangrutsches war. Trotzdem war dies schon sehr beeindrucken, totale Verwüstung, Bäume in 15m Höhe einfach abgesenst und sehr tiefe Einschlagslöcher, wo der Stein noch genügend Energie hatte wieder raus zu kommen und weiter zu fallen.

Über Nacht hat es ordentlich geschneit, so dass wir an dem zweiten Tag gar nichts mehr sahen. Wir wollten eigentlich den oberen Teil ansehen, aber es war nichts zu machen. Wir konnten nur einen kurzen Blick auf die riesigen Blöcke werfen, die runter gekommen sind. Von dem Rest sah man unter dem Schnee nicht viel.

Sunday, September 16, 2007

Letzte Geländearbeiten für dieses Jahr

Die letzten Geländearbeiten für dieses Jahr gingen wieder nach Sogn og Fjordane, wie auch schon mein erster Ausflug. Wieder mit GPS-Messungen, wie schon in Troms.
Herrliche Herbstfärbung am Aurlandsfjorden.


So sehen die GPS-Antennen aus, die wir verwenden.

Nahe Stryn, dort liegt das glaube einzigste Sommerskigebiet Norwegens.

Und das bekommen die wohl auch nicht so oft zu sehen! So ein Helikopter schien für Schafe ziemlich interessant zu sein.

Saturday, September 08, 2007

Geländearbeit in Troms

Nun ging es noch einmal eine Woche lang in ein mir bisher ungekanntes Gebiet ganz im Norden von Norwegen, nach Troms. Die Landschaft war wirklich beeindruckend und auch die Arbeit hat Spaß gemacht. Wir haben diesmal GPS Messungen gemacht. Diese werden einmal jährlich an festen Punkten gemacht, um so Bewegungen, also Änderungen dieser Punkte innerhalb eines Jahres feststellen zu können. Es war schon ziemlich kalt und teilweise lag schon Schnee.

Blick in die Lyngsalpen. Ein sehr beliebtes Skitourengebiet. Mir allerdinsg ein bisschen zu steil ;-)

Zweimal Blick auf Tromsø.


Saturday, August 11, 2007

Immer noch schlechtes Wetter ...

Gestern hatten wir endlich einmal wieder gutes Wetter. Wir sind mit dem Hubschrauber über die Trollstiegen und über Trollveggen im Romsdalen bis ins Sunndal geflogen. Dort erwartete uns ein sehr interesanntes Arbeitsgebiet:
Ein alter Hangrutsch mit einer perfekten Gleitfläche.

Nahezu der gesamte Hang befindet sich in Bewegung, zumindest in geoligischen Zeiträumen gesehen. Das Gebiet ist mehr als 1km breit.

Auch dieser gesamte Block sieht sehr lose aus ...

Und noch etwas schöne norwegische Landschaft.

Trollveggen von hinten auf dem Rückflug.
Und heute ist wieder schlechtes Wetter, so dass ich genügend Zeit habe die Bilder ins Internet zu stellen ;-)

Thursday, August 09, 2007

Feldpost die Zweite

Nachdem ich ein paar Wochen im Büro verbracht habe und den meisten Teil der Zeit mit Literaturstudium verbracht habe, bin ich nun einmal wieder im Gelände. Diesmal in Stranda/ Møre og Romsdal unweit vom Geirangerfjord. Hier befindet sich einer der größten aktiven Bergrutsche weltweit. Ca. 70 Mio m³ bewegen sich hier mit einer maximalen Geschwindigkeit von 14 cm je Jahr Richtung Fjord. Wenn es irgendwann zu einem Kollaps des gesamten Volumens kommt, ensteht laut Berechnungen ein Tsunami mit bis zu 50m hohen Flutwellen. Sämtliche Orte entlang dieses Fjordsystemes und der näherliegenden Küste wären davon stark betroffen. Dementsprechend intensiv wird das Gebiet zur Zeit untersucht. Hier ist eine internationale Gruppe von 10 bis 20 Leuten tätig. Es ist ziemlich interessant und ich lerne so viel über die Thematik. Meine beiden zukünftigen Betreuer für meine Doktorarbeit sind auch anwesend und ich habe nun endlich mal etwas mein Thema eingrenzen können: "Optimization of Methods for Rockslide Investigations". Ist zwar immer noch recht grob, aber zu Beginn ist es ganz gut nicht so sehr eingeschränkt zu sein.

Die Geländearbeit ist neben einem Besuch des großen aktiven Hangrutsches wieder die gleiche wie in Sogn og Fjordane. Allerdings haben wir ziemlich Pech mit dem Wetter. Heute ist schon der dritte Tag in einer knappen Woche, den wir zu Hause bleiben müssen. Unsere Gebiete liegen alle zu hoch und die Wolkendecke ist zu niedrig, so dass wir nicht mit dem Helikopter fliegen können. Dafür vertreiben wir uns die Zeit mit Pilze sammeln (suchen muss man nicht) und Heidelbeeren pflücken. 2kg Steinpilze je Tag sind normal, heute sind es sicher 3-4 kg. Die Heidelbeeren sind monströs und man kann es eigentlich als "ernten" bezeichnen.

Wieder einmal eine herrliche norwegische Berglandschaft an einem der wenigen sonnigen Tage.
Und noch ein Beispiel-Foto zu einem potentiellen Hangrutsch, den wir untersucht haben. Das rot eingegrenzte Gebiet könnte aktiv sein, daher es bewegt sich evtl. hangabwärts.